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Nicht in Berlin, sondern ..............


 

Den Irenensee gibt es jetzt bereits seit über 40 Jahren.

Nahe Uetze unmittelbar an der B 188 liegt ein 120 ha großes Naherholungsgebiet mit Badestrand, Campingplatz, Mobilheimplatz. Zentrum sind zwei künstlich geschaffenen Wasserflächen. Es handelt sich um den größeren Badesee Irenensee und eine Wasserfläche mit verschiedenen Armen, die unter Spreewaldseen firmiert. An den Ufern befinden sich Wochenendhäuser mit Bootsanlegestellen. Dieses Gebiet wurde in den letzten Jahren in ein Wohngebiet mit etwa 200 auf Inseln gelegenen Grundstücken umgewandelt.

Der See wurde nach dreieinhalb Jahren Bauzeit am 3. April 1971 durch Einleitung von Oberflächenwasser und Anstau von Grundwasser geflutet. Im Spätherbst des gleichen Jahres war er dann gefüllt.

Der alte Bergmanns Hof in Dahrenhorst, bewirtschaftete schon seit 450 Jahren mit großem Aufwand auf den nassen Böden vor dem Schilfbruch und den teils sandigen Böden in der Nähe der B188 die Felder und Wiesen mit einem kargen Auskommen.
Der Hof war sozusagen ein Grenzertragsbetrieb. D.h. die Ernte brachte gerade so viel Geld, um die Aufwendungen für Saat, Dünger und Beregnung bezahlen zu können. Die wirtschaftliche Perspektive sah sehr düster aus.
Es war also an der Zeit nach einer neuen Erwerbsquelle Ausschau zu halten. Hier bot sich ab 1966 im Rahmen der Flurbereinigung (Zusammenlegung großer landwirtschaftlicher Flächen) die Chance, in diesen feuchten Ländereien einen großen See anzulegen. Gleichzeitig endeten auch die sogenannten Wirtschaftswunderjahre. In dieser Zeit bevorzugten die Deutschen den Urlaub am Baggersee vor der langen Fahrt zur italienischen Riviera.
Das war der Grund, warum mein Vater, Friedrich Meinecke, jetzt nicht mehr landwirtschaftliche Produkte, wie Gerste und Kartoffeln anbauen wollte, denn dies hatten schon Generationen von Hofinhabern vor ihm hier mehr oder weniger erfolglos praktiziert. Jetzt brach das Zeitalter der Dienstleistungen an. Dieser Weg, der bis heute noch anhält, und sich weiter entwickelt, war damals seine Vision von der Gestaltung der Zukunft.
Aus der ursprünglichen Urlaubsform „Zelten auf der Kuhwiese“ wuchs sehr schnell der Anspruch nach Sanitäranlagen, Komfort und Sicherheit. Es war die Geburtsstunde des modernen Campings. Heute hat sich aus dieser Vision heraus der Campingplatz mit all seinen Varianten und Facetten, wie Zelten, Caravan und Motorcaravan sowie zu mietende Häuser entwickelt.
(Datenquellen: Wikipedia und myheimat vom 12.05.2011)

Das komplette Interview finden Sie hier: Friedrich-Wilhelm Meinecke: Nicht für viele Frauen, muss man alle Landkarten ändern

 

Noch ist es ruhig am Irenensee und an den Spreewaldseen bei Uetze